Hui. Ich lebe noch.
Nach letztem Sonntag ist das ja zur Abwechslung ansatzweise mal was anderes, denn wir (Mei’ Freundin und ich) sind in waschechte Seenot geraten. Gut, der geneigte Leser mag jetzt an Übertreibung denken, doch lest selbst:
Wir waren am Samstag auf einer Familienfeier bei Hamburg. Nachdem das doch etwas anstrengend (aber auch lecker!) war, haben wir den Fischmarktbesuch am nächsten Morgen doch kurzfristig in einen Trip zum Hamburg Dungeon gewandelt. So bot es sich an, mangels kostenfreiem Parkraum in der City mit dem Auto bis Finkenwerder zu fahren und da eine der Hafenfähren zum Sandtorhöft zu benutzen. Praktischerweise und ohne Wartezeitverzögerung konnten wir zügigen Schrittes an Bord der bereits wartenden”Hafencity” gehen, unsere Tickets lösen und aufs Oberdeck kraxeln, um hier die Schlaglöcher in den Atemwegen wieder mit Teer aufzufüllen. Nachdem wir dort oben ein paar Rauchwolken über der Elbe haben stehen lassen, sind wir sodann wieder ins Unterdeck gepilgert (Dort hat es eben die bequemeren – weil freien – Sitzgelegenheiten).

Dampfer of Doom: "Hafencity", Quelle: flickr
Dort angekommen und gerade etwas entspannt den Blick über den Hafen schweifen lassend wurden wir von einem Geräusch unsanft aus unseren tiefsinnigen Gedanken gerissen. Das ging etwa so: “MÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ-ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄP!!1!” (Ja, mit Ausrufezeichen!).
Bei Erklingen dieser unwohltuenden (und recht monotonen, hier sollte die Hadag über etwas angenehmeres nachdenken!) Melodei verstummte auch das sonore Brummen der beiden Schiffsdiesel. Gut, in diesem Fall denkt man sich, dass wohl eines der umhertobenden Kinder einen Alarmknopf gedrückt hat. Wir sahen uns um, den unterentwickelten Unhold zu erspähen, ließen den Blick dabei zufällig am Heckfenster vorbeigleiten, und was wir da erspähten, ließ dann unsere Herzen für 1,75 Sekunden stehen:
Da war… nix.
Also, gar nichts. Normalerweise erwartet man beim Rausschauen zumindest eine Menge Wasser, vielleicht noch einen Schluck Ufer und Böschung, möglicherweise auch eine Prise Containerfrachter, die uns sogleich niedermäht, aber… nichts. Nur weißlich-grau. Die Durchsage des Kapitäns war da bei der Identifizierung schon recht hilfreich:
Sehr geehrte Damen und Herren, es gibt einen Feueralarm an Bord. Bitte begeben Sie sich in Ruhe auf das Oberdeck und warten Sie dort weitere Anweisungen ab.
Dass Probealarme mit Nebeleffekten auf Hafenfähren dann doch eher unwahrscheinlich sind, haben sich neben uns auch die anderen ca. 70 Leute unter Deck gedacht, und sind uns durch den sich auch langsam im Schiff ausbreitenden Dieselmief gen Oberdeck zum Gruppenkuscheln hinterhergepilgert. Kurze Zeit später nahm das Schiff dann wieder Fahrt auf und steuerte den Anleger am Museumshafen Övelgönne an, die lästige Rauchfahne wohlweißlich auf der Elbe einfach stehen lassend. Sind aber auch nervig, die Dinger… während der kurzen Strecke klärte der Kapitän dann die interessierte Fahrgastschaft auch darüber auf, dass die Steuerbordmaschine den Geist aufgegeben und sich der spontanen Selbstentzündung hingegeben hat. Man möge dann doch bitte das Schiff an der nächsten Station in Ruhe (sic!) verlassen. Haben wir dann auch getan. Und anschließend eine geraucht, so auf den Schrecken. Was das Schiff kann, können wir schon lange.
War aber lustig.
Hui. Ich lebe noch.
Nach letztem Sonntag ist das ja zur Abwechslung ansatzweise mal was anderes, denn wir (Mei' Freundin und ich) sind in waschechte Seenot geraten. Gut, der geneigte Leser mag jetzt an Übertreibung denken, doch lest selbst:
Wir waren am Samstag auf einer Familienfeier bei Hamburg. Nachdem das doch etwas anstrengend (aber auch lecker!) war, haben wir den Fischmarktbesuch am nächsten Morgen doch kurzfristig in einen Trip zum Hamburg Dungeon gewandelt. So bot es sich an, mangels kostenfreiem Parkraum in der City mit dem Auto bis Finkenwerder zu fahren und da eine der Hafenfähren zum Sandtorhöft zu benutzen. Praktischerweise und ohne Wartezeitverzögerung konnten wir zügigen Schrittes an Bord der bereits wartenden"Hafencity" gehen, unsere Tickets lösen und aufs Oberdeck kraxeln, um hier die Schlaglöcher in den Atemwegen wieder mit Teer aufzufüllen. Nachdem wir dort oben ein paar Rauchwolken über der Elbe haben stehen lassen, sind wir sodann wieder ins Unterdeck gepilgert (Dort h