Wer glaubt, dass in deutschen Blogs nur von Friedefreude-Eierkuchenrezepten und Katzen geredet wird, irrt! Denn manchmal findet man noch kleine Blogs abseits der A-Blogger, wo auch mal ungeschönt die knallharte Realität des Lebens wiedergegeben wird.
Ein schönes Beispiel sind Berufsblogs, besonders die, die auch von Leuten geschrieben werden, die etwas tabuisierten Gewerben oder solchen, bei denen mit beständiger Regelmäßigkeit der Autor zu gewissen Übertretungen genötigt werden, nachgehen.
Eine Autorin der ersten Kategorie ist seit längerer Zeit schon das Streetgirl Melanie, deren Blogtitel mittlerweile etwas in die Irre führt. Melanie hat bis vor ein paar Monaten auf dem Straßenstrich gearbeitet und von der dortigen, knallharten Realität berichtet. Nach einem Überfall hat sie für sich persönlich die Reißleine gezogen und arbeitet nunmehr ausschließlich auf Termin. Nichtsdestotrotz sind die für sie fast schon alltäglichen Vorkommnisse für den Leser fast immer einen Schmunzler, ein betroffenes Gucken oder ein Aha-Erlebnis wert.
Ein Blogger der zweiten Kategorie ist Sven, seines Zeichens Berufsbrummifahrer. Das Klischee bei Kraftfahrern ist immer der countrymusikhörende, cowboystiefeltragende, sich während der Fahrt Bücher oder Filme reinziehende Plautzenträger, der die ganze Zeit nur Güter von A nach B über C kutschiert und mit Damen aus dem horizontalen Gewerbe die Nächte auf Rastplätzen verbringt. Dass dem absolut nicht so ist und der Job oft mehr als nur Stress, ewigen Termindruck und furchtbare Fuhrunternehmer mit sich bringt, beweist er mit jedem Posting aufs Neue.
Bei Gelegenheit und nach etwas mehr Recherche werde ich gerne noch weitere Blogs dieser Art vorstellen, das sollte fürs erste aber reichen
hth ~ Jo
hehe… da stellt doch jemand seine Abo’s vor
Aber für die, die diese Blogs nich kennen, vielleicht ein toller Tipp. Ich muss zugeben, dass gerade Streetgirl mit der Zeit nachgelassen hat und ich daher das Lesen ihres Blogs eingestellt habe.
Könnte aber auch daran liegen, dass ich mich jetzt mit ganz anderen Dingen beschäftige und selbst anfange meinen Blog Stück für Stück umzubauen.
Wie sollte ich die denn vorstellen, wenn ich sie nicht regelmäßig lese? Bin ich BILD-Redakteur, oder was?
Ich würde Dir ja jetzt gerne widersprechen und dem Klischeé des Karohemdtragenden gerecht werden, aber wie Du selbst bereits treffend festgestellt hast, sind das Vorstellungen, welche billigen Truckerfilmchen aus den 70igern und 80igern entsprungen sind, als Manfred Krug noch im öffentlich-rechlichen sein Unwesen trieb.
Das mit dem kleinen Blog war auch mal anders, aber ich bin in den letzten Jahren so oft mit der URL umgezogen, dass viele Leser irgendwann die Übersicht verloren habe – leider.
Na mal schauen, ob und wann ich wieder “onroad” berichten kann, denn derzeit grübel ich stark über einen Berufswechsel – das letzte Erlebnis war und ist sehr prägend…..
Kann, denke ich, jeder gut verstehen. Was würde dir eigentlich als Alternative vorschweben? IT?
Keine Ahnung!
Entweder wie bereits bemerkt hardwareseitige IT, oder aber wie früher schonmal Werbung, also Erstellung von Folien und so – aber ob man damit heutzutage noch seine Familie ernähren kann???
Nja, was IT angeht, kann ich dir empfehlen mal dich im öffentlichen Dienst umzusehen. Die Ministerien und Bundesbehörden in Berlin suchen immer wieder jemanden, und die Arbeitsplätze sind dann doch eher sicher. Man kann zwar nicht das große Geld erwarten, aber wenig ists auch nicht.
Für solche Plätze fehlt mir leider der berufliche Bildungsnachweis, welcher meist gefordert wird.
Vorstellen könnte ich mir auch noch die reine Logistik, also Disponent oder sowas.
Hmm, also wir haben hier auch ein paar Quereinsteiger, die vor einigen Jahren in die IT gewechselt sind. Und wenn du irgend einen Nachweis, sei es ein Arbeitszeugnis o.Ä., hast, der belegt, dass du schon mal in der branche warst, sehe ich da eher weniger Probleme… Außerdem: versuch macht kluch