Liebe Spiegel-Online-Redaktion… 1. Juli 2008
… wann lernt Ihr eigentlich, und das gilt hier stellvertretend für die gesamte Populärpresse weltweit:
Hacker sind Leute, vornehmlich – in diesem Kontext – Computersicherheitsexperten, die bestehende Sicherheitssysteme auf Lücken prüfen und diese exemplarisch nutzen, um zugriffsbewehrte Daten zu erhalten (sog. “Exploits“).
Des Hackers Intention ist es, solche fehlerbehafteten Systeme durch Prüfung und ggf. auch Korrektur, mindestens aber durch Mitteilung an den Eigentümer sicherer zu machen.
Dem gegenüber steht der meist kriminell motivierte Cracker, dessen Intention für die Umgehung von Sicherheitssystemen entweder im Schaden anderer oder der Bereicherung seiner selbst. bzw. seiner Auftraggeber.
Liebe Spiegel-Online-Redaktion, bittebittebitte benutzt solche Termini entsprechend ihrer Bedeutung. Danke.
- Posted in : Netzwelt
- Author : Jo
Nun, diese Definition ist aber auch nicht allgemeingültig. In der 64er-Zeit war es noch sehr einfach: Ein Hacker war ein Kerl, der Kennwörter ausspionierte, um Zugriff auf Großrechner zu bekommen. Cracker waren die Jungs, die Kopierschutzmaßnahmen bei Spielen umgingen, damit man diese auf dem Schulhof verkaufen (manchmal auch: verschenken) konnte.
Ihre Definition von Hacker und Cracker klingt gut. Wobei ich mich frage, warum es für dasselbe Tun zwei Bezeichnungen geben muß. Ein Hacker hackt sich in ein System. Er kann einerseits ein guter, professioneller, bezahlter, gutmütiger, ehrenwerter, vorbildlicher Hacker sein, oder aber ein krimineller, bösartiger, …
Dazu reichen Adjektive. Oder aber: Hacker gegenüber Sicherheitsexperten.
Aber der Hacker darf keinesfalls rein auf die bezahlten und „professionellen” Menschen beschränkt werden, da der Begriff ursprünglich aus der Ecke der (aus teilweise auch ehrenwerten Motiven, aber das spielt keine Rolle) Gesetzesbrecher kam.